Virtuelle Versammlung des Vorstandes und der Offiziere am 21.03.2021

Eine gelungene Premiere – anders kann man die erste digitale Versammlung von Vorstand und Offizieren am 21.03.2021 via Microsoft Teams nicht bezeichnen.

In der von Tobias Liedmeyer technisch vorbereiteten und dem Vorsitzenden, Matthias Stüper, geleiteten Versammlung, konnten sich Vorstand und Offiziere im Rahmen einer Videokonferenz über wichtige Vereinsthemen austauschen.

Viele der Teilnehmer waren in ihrem „Home-Office“ technisch hervorragend ausgerüstet und zeigten im Versammlungsverlauf sehr viel Disziplin, insbesondere wenn Themen zur Diskussion gestellt wurden. Nachdem der Elfuhrzug durchgefahren war, schmeckte dem einen oder anderen sogar ein kühles Blondes.

Auf Punkt eins der Tagesordnung stand natürlich die Frage, ob das Schützenfest 2021 stattfinden kann oder wiederholt ausfallen muss. Die Aussage von Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister, Karl-Josef Laumann, auf die Anfrage der St. Antoni-Bruderschaft und der St. Martini-Bruderschaft hat im Vorfeld wenig Hoffnung gemacht. Vorstand und Offiziere waren sich aber einig, dass es aktuell noch zu früh für eine Entscheidung ist und die weiteren Entwicklungen abgewartet werden sollen. Eine Entscheidung soll daher erst im Mai fallen. Dementsprechend wird momentan auch an dem Termin für die Generalversammlung am 11.06.2021 festgehalten.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Abnahme der Vogelstange. Die Betriebserlaubnis ist 2019 abgelaufen und muss verlängert werden, auch wenn das Schützenfest 2021 nicht stattfinden kann. Matthias Stüper berichtete von seinen intensiven Bemühungen, damit die Vogelstange auch in den nächsten Jahren weiter rechtssicher benutzt werden kann. Es musste ein neuer Gutachter gefunden werden, der die Gesamtabnahme vornimmt, ein Gutachter, der gesondert die Seil- und Hubvorrichtungen überprüft, der Instandsetzung des Kugelfangs, gemeinsam mit Heinz-Hubert Zumbrink, sowie allen weiteren notwendigen Vorbereitungen für eine erfolgreiche Abnahme am 31.03.2021.

Tobias Liedmeyer hat sein Projekt, die neue Vereinskrawatte, vorgestellt. Die Krawatte in einem ansprechenden Grau und dem Vereinslogo fand großen Anklang. Eine Bestellung der Krawatte wird ab Mai über die Homepage des Vereins möglich sein. Sollte das Schützenfest wieder ausfallen müssen, wird die Krawatte zu einem Vorzugspreis angeboten. Die Vereinsmitglieder werden in diesem Fall direkt von dem Vorsitzenden, Matthias Stüper, angeschrieben und auf das Angebot aufmerksam gemacht.

Was tun, wenn das Schützenfest tatsächlich im Mai abgesagt werden muss? Dafür haben sich Vorstand und Offiziere auf einen Plan „B“ verständigt. Es wird dann geprüft, ob die Veranstaltung eines Herbstfestes im September an der Vogelstange möglich ist – evtl. als gemeinsames Event mit dem Rübenschützenverein.

Vorstand und Offiziere werden sich nach der gelungenen Premiere weiterhin digital treffen, solange ein persönliches Treffen aufgrund der Coronabestimmungen nicht möglich ist.

So war auch von einigen Teilnehmern am Ende der Veranstaltung nicht das gewohnte Horrido zu hören, sondern der Wunsch „bleibt negativ“.

Weihnachts- und Neujahrsgrüße

Wie gerne hätten wir auf ein Jahr voller Ereignisse mit unseren traditionellen Schützenfesten, Jubiläen und Ehrungen zurückgeblickt. Leider wird uns das Jahr 2020 als ein Jahr mit Mund-Nasen-Bedeckung, Abstands- und Hygieneregeln, WarnApp sowie als Jahr der abgesagten Feierlichkeiten in Erinnerung bleiben. Oder ist dieser Rückblick zu einseitig? Wir haben doch auch gelernt, dass wir nicht alles so selbstverständlich hinnehmen sollten. Es sind eben doch die kleinen Dinge, die unser Zusammenleben so wertvoll machen. Wir sind voller Zuversicht und Optimismus, dass wir im neuen Jahr wieder alle diese so selbstverständlichen Dinge miteinander teilen können. Dazu gehören eben auch die traditionellen Schützenfeste. In diesem Sinn wünschen der Vorstand und die Offiziere des Schützenvereins Schapdetten allen Schützen, ihren Familien und den Bürgerinnen und Bürgern in unserer Gemeinde ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr.

Stellvertretend

Matthias Stüper

Vorsitzender

Vernunft vor Tradition

Eigentlich wollten die Schapdettener vom 17. bis 19. Juli Schützenfest feiern. Corona-bedingt wird daraus aber nichts. Dennoch: Der Vorstand hat sich viele Gedanken gemacht über den Verein. Und darüber, wie am eigentlichen Festwochenende in Schapdetten ein Zeichen der Gemeinschaft gesetzt werden kann.

Die Vogelstange in der Detterheide ist hergerichtet. Sie entspricht den sicherheitstechnischen Anforderungen an Schießstätten. „Gutachterlich festgestellt“, betont der Schützenverein Schapdetten. Auch Durchführungserlaubnis, Schankerlaubnis, Schießerlaubnis, Umzugserlaubnis und was sonst noch alles für die Durchführung eines zünftigen Schützenfestes benötigt wird – liegt vorbereitet in der Schublade. Vorgespräche mit dem Festwirt, Spielmannszügen und der Unterhaltungsband haben stattgefunden. Beim Schapdettener Schützenverein war man frühzeitig bestens gerüstet für das Schützenfestwochenende vom 17. bis 19. Juli.

So war der Plan. Doch wegen der Corona-Pandemie fällt auch das Schapdettener Schützenfest – wie viele andere Schützenfeste in der Umgebung – aus. „Vernunft geht vor Tradition“, betont der Vorstand, der den ursprünglichen Schützenfesttermin am nächsten Wochenende zum Anlass nimmt, einen Blick zurück auf den Schützenverein zu werfen, auf seine Anfänge und seine Aktivitäten, aber auch auf die kommenden Zeiten.

„Den Schapdettener Schützenvereins gibt es nachweislich seit 1876. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Verein schon wesentlich länger existiert, ist hoch. Der Zweck des Vereins ist ausschließlich und unmittelbar gemeinnützig. Er hegt aufgrund alter Traditionen die Heimatpflege und den Heimatgedanken. Er pflegt alte Sitten und Gebräuche, er fördert den Familiensinn und soll nachbarliche Beziehungen stärken und vertiefen. Eine Tradition, der man über Generationen seit 144 Jahren in Schapdetten nachkommt“, erklärt der Vorstand in einer Pressemitteilung.

Noch bis zum 31. August sind Großveranstaltungen, und darunter fallen auch die Schützenfeste, in NRW untersagt. „Es gab immer wieder Krisenzeiten, in denen Essen knapp, eine Schützenstange nicht vorhanden oder das Schießen mit Waffen verboten war. Die beiden Weltkriege sowie Wirtschaftskrisen haben uns gezeigt, dass man diesen Herausforderungen innovativ und inspiriert begegnen kann und muss. Auch in dieser Zeit mussten Schützenfeste abgesagt werden, weil es um essenziellere Dinge ging“, betont der Vorstand.

Wie in der heutigen Zeit Krisen begegnet werden könne, hätten die begeisternden Aktionen und Aktivitäten der umliegenden und befreundeten Nachbarvereine gezeigt. Gerade auch in der jetzigen Zeit erfahren viele Menschen, wie wichtig Gemeinschaftserlebnisse, Schützenfeste ebenso wie andere Volksfeste, sind und welche große Bedeutung sie haben für das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Solidarität untereinander. „Schützenverein und Schützenfest sind eben mehr als ein Umzug, ein Vogelschießen oder die Feier auf einem Festzelt“, betont der Vorstand.

Besprochen hat der Vorstand, wie es nun weitergehen wird. Der Schützenverein wird die Eingangsstraßen zum Dorf und den Kirchplatz schmücken. „Als Zeichen, dass wir gemeinsam der Krise trotzen und als Gemeinschaft zusammenstehen, bitten wir alle Schapdettener am Schützenfestwochenende ihre Fahnen zu hissen“, heißt es weiter.

Die Ehrungen für langjährige Vereins- und Vorstandstreue sowie für besondere Verdienste sollen beim Schützenfest 2021 stattfinden. Jubilare für Vereinszugehörigkeit wären in diesem Jahr gewesen Felix Aldenborg (90 Jahre), Helmut Kemper (70 Jahre), Heinz Benning, Helmut Giering und Reinhold Storp (alle 50 Jahre) sowie Christopher Cauvet, Bernd Hanning, Hartmut Kintrup, Matthias Klesy, Florian Lengers, Reinhard Schriever und Andre Storp (alle 25 Jahre).

Die Jubelkönigspaare Alwine und Paul Offer (60 Jahre), Renate und Heinrich Hartz (50 Jahre) und Gabriele und Helmut Göcke (25 Jahre) sind eingeladen, ihr Jubiläum im kommenden Jahr zu feiern.

Das amtierende Königspaar 2019 Louisa Kötter und Nils Appelhans hat sich gerne dazu bereit erklärt, seine Amtszeit um ein weiteres Jahr zu verlängern. Somit bleiben sie bis zum Schützenfest 2021 das amtierende Königspaar.

So mancher mag sich fragen, warum wird man, wenn man noch so jung ist, Schützenkönig? Aus Sicht von Nils Appelhans spielen Familie, Tradition und Dorfgemeinschaft eine wichtige Rolle. Theo Appelhans, der Vater von Nils, war 1979 Schützenkönig und hatte sein 40-jähriges Jubiläum.

Sohn Nils ist seit frühester Jugend im Schützenverein und identifiziert sich zu 100 Prozent mit dem Verein und seinen Werten. In Bezug auf sein Dorf habe er wohl einen „Knall“, meint er selbst mit einem Augenzwinkern. Das dörfliche Leben sei genau richtig für ihn. Man kenne und schätze sich eben. Aus diesen Gründen habe Louisa Kötter auch von Anfang an mit Begeisterung mitgemacht.

Der Vorstand des Schützenvereins weist darauf hin, dass alternative Veranstaltungen wie ein Herbst- oder Weihnachtsbasar unter den bisherigen Vorgaben und Auflagen in einem vertretbaren Rahmen nicht leistbar seien. Aber: „Wir werden ein Auge auf die weitere Entwicklung haben und sollte sich an der aktuellen Situation etwas ändern, wird der Verein mit Freude in Überlegungen einsteigen.

Nils Appelhans regiert Schapdetten

Nils Appelhans, der auch Vorsitzender der Rübenschützen ist, sicherte sich die Königswürde und folgte damit seinem Vater Theo, der genau vor 40 Jahren ebenfalls Schützenkönig in Schapdetten gewesen war. Zur Königin erkor Nils Appelhans seine Freundin Louisa Kötter, die sich sichtlich über diese Ehrung freute.

Ludger Maas ist Kaiser von Schapdetten

Ludger Maas hat sich beim Kaiserschießen in der Detterheide durchgesetzt. Insgesamt 28 ehemalige Könige kämpften um diese Ehre. Die Namen von 37 ehemaligen Königen standen in den Archiven des Schapdettener Schützenvereins.

Martin Böing sorgt für großen Jubel

Erst sah es so aus, als ob sich niemand findet für den Thron in Schapdetten. Doch dann kam Martin Böing. Martin Böing heißt Schapdettens neuer Schützenkönig. An seine Seite auf den Thron holte er seine Ehefrau Heike.